Qi bedeutet Lebenskraft oder Energie. Jedoch gibt es im Deutschen keine treffende Bezeichnung, die die Vielzahl der Bedeutungen von Qi ausdrücken kann. 

 

Man könnte sagen, daß das Qi je nach Bezug unterschiedliche Aufgaben erfüllt:

 

Das vorgeburtliche Qi bestimmt unsere Konstitution, quasi was wir von unseren Vorfahren mit auf den Weg bekommen haben. 

 

Das nachgeburtliche Qi dagegen setzt sich zusammen aus all dem, was wir unserem Körper zuführen: im wesentlichen Luft und Nahrung - hier wird ersichtlich welch enorme Rolle die Ernährung in der TCM spielt.

 

Das "Organ-Qi" kann die unterschiedlichsten Aufgaben im Gefüge des menschlichen Körper haben, außerdem besteht hier ein Zusammenhang mit der Psyche: 

 

z.B. ist eine Aufgabe des Organkreises Milz-Pankreas (Pi) die Umwandlung und den Transport der Nahrungsessenzen zu kontrollieren. Eine Schwächung kann zu Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Völlegefühl oder auch Gewichtsproblemen führen.

 

Ein anderes Beispiel ist die Aufgabe des Qi des Organkreises Leber, die freie Zirkulation des Qi im ganzen Körper zu gewährleisten. Eine Entgleisung kann zu emotionaler Stagnation, Verstimmung, bis hin zu Depression und körperlichen Symptomen, wie häufigem Seufzen oder dem Gefühl nicht richtig durchatmen zu können, kommen.

 

Wichtig ist es mit dem Qi gut hauszuhalten, es zu pflegen und immer wieder aufzubauen durch ein ausreichendes Maß an Ruhe, gute Ernährung und Bewegung.